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Mir ist nicht bang….

Montag, 23. Januar 2012

2. ZEITUNGS-KOLUMNE „Wir rufen Günther Koch“
in 2012 für Neumarkter Tagblatt/Mittelbayerische Zeitung
siehe auch www.mittelbayerische.de

 

Über Tore kann man schreiben, gewisse Tore muss man verfluchen,
entscheidende Tor vergisst man nie. Unter den Toren sind Zufalls-Tore,
schön heraus gespielte Tore, dumme Tore, Eigen-Tore und ein Phantom-Tor.
Endlich wieder Bundesliga! Woche für Woche träumen wieder Millionen
Tore von schönen Siegen mit schönen Toren. Aber auch ein „dreckiger“
Sieg, wie das 2:0 unserer Cluberer gegen Hertha BSC, kann
herzerfrischend schön sein.

„Tor für die Cluberer“ war für mich als Reporter immer ein
Befreiungs-Schrei. So wie am Samstag. Es müssen gar keine Traum-Tore
sein wie etwa zeitgleich an anderem Ort vom jungen Schalker Dachs namens
Draxler (ja, der…) nach Vierfach-Kombination mit Raul und Huntelaar.
Club-Tore sind schon als solche immer ein Traum. Mittlerweile weiß ich,
dass auch Aufsichtsräte, ehemalige FCN-Präsidenten und Politiker
unterschiedlicher Couleur genauso laut jubeln und völlig außer sich sein
können, wenn „ihr“ Club ins Tor trifft. So wie die Fans aller Couleur –
egal, wo die stehen oder sitzen. Das ist die einzige Große Koalition
von Dauer: die Große Fußball-Koalition. Gebannte Blicke wandern 90
Minuten von Tor zu Tor.

39117 Tore warteten am Samstag bei Januar-2012-Schmuddel-Wetter nur auf
das eine: aufs Tor. Gegen Hertha BSC. Oder für Hertha BSC. Dies hätte
nach einem frühen Lapsus der Cluberer sogar passieren können. Doch
Hertha BSC war zu schwach, um aus dieser Groß- Chance Nutzen zu ziehen.

Ganz anders unser Club! Der macht sogar zwei Tore. Und immer zum richtigen
Zeitpunkt. Immer kurz vor Ende der Halbzeiten. Super war das! Die beste,
weil diesmal leider einzige siegreiche bayeri- sche Mannschaft kommt
diesmal aus Franken. Noch dazu halfen alle anderen Ergebnisse unserem
Club zu einem wunderbaren Start in die Rückrunde der Saison 2011/2012.

Zwölfter Platz am 18. Spieltag! Genau so gut wie letztes Jahr um dieselbe Zeit!
Nur einen Punkt weniger. Wenn jetzt noch Raphael Schäfer weiter das
Fausten übt und vervollkommnet und noch häufiger den Ball weitergibt,
Maroh und Wollscheid weiterhin so intelligent im Torraum abräumen und
auf den Außenverteidiger-Positionen Chandler oder Feulner sowie Pinola
fit sein werden, kann es noch mehr solcher zu Null-Spiele geben wie
jetzt zweimal hintereinander.

Erst das 3:0 in Leverkusen und nun das 2:0 gegen Berlin. Eigentlich
unglaublich gut, wäre da nicht das verschlafene Achtelfinale im Pokal
gewesen. Doch ein guter Tor verdrängt so was. Wenn Pelle Nilsson, Hanno
Balitsch und all die anderen wie z. B. Mike Frantz richtig fit sind – ja
dann geht’s erst so richtig los. Neuzugang Adam Hlousek ist eine
deutliche Verstärkung auf der ganzen linken Seite so wie vor allem bei
Standards! Mir ist nicht bang. Im Gegenteil: als richtiger Tor träum ich
schon jetzt von vielen weiteren Club-Toren und Siegen.

Euer Günther Koch