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WECHSEL-GRIPPE

19.Kolumne im Jahre 2009 : „Wir rufen Günther Koch“
Neumarkter Tagblatt / Mittelbayrische Zeitung (mz.de)

Täglich heftige Gewitter. Anderntags drückende Schwüle. Deutschland im Wetter-Wechsel 2009. Es platzt, knallt, donnert aus allen Rohren. Danach dampft, drückt und schwült es wieder. Bis zum nächsten Gewitter. Bis zu den nächsten Feuerwehreinsätzen wegen überfluteter Unterführungen, Gärten, Keller, Fußballplätze. Ja-auch die..
In deren Umfeld platzen, tickern und geistern täglich neue Gerüchte über Spieler- Wechsel bekannter und weniger bekannter Balltreter ebenfalls aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung wie Blitze durchs Netz und durch die Fluten diverser Medien.
Während mittlerweile wohl auch der Letzte von uns begriffen hat, dass wir inmitten einer gewitterähnlichen Wirtschaftskrise wehrlos hin und her geschaukelt werden, wollen nicht wenige Ballbehandler in geradezu überflutendem Maße wie zuvor noch nie bis spätestens zum 31.August noch flugs ihre Firma, alias ihren Bundesliga-Fußballverein, wechseln. Neues Hemd, neue Hose, neue Schuhmarke, neues Klima, neues Finanzamt und und vor allem: noch besseres Salär. Viele haben schon gewechselt-manche frech wie Oskar sogar sofort nach dem letzten Spieltag im Mai.
Andere machten das etwas geschickter und unverdächtiger. Viele werden folgen, auch wenn sie heute noch mit ihren Kollegen, den Gegnern von morgen trainieren, wollen sie schon lange weg, müssen aber noch warten. A hat schon gewechselt, B wechselt morgen oder übermorgen. C ist nächste Woche dran, D darf nicht wechseln. E muss wechseln, F kann nicht schon wieder wechseln. G würde gerne wechseln, kennt aber niemanden, der ihn haben will. H hat gewechselt, obwohl er weiß, dass er im neuen Verein fast nie spielen wird. I wird noch gewechselt werden, nur er selbst weiß das heute noch nicht.
Die einzig spannende Frage ist, wie der Verein, die Fußballfrima, diese Wechsel-Welle mit Hilfe befreundeter Medienpartner am besten verkauft, damit wenigstens einige Dumme die veröffentlichten Gründe und Zahlen vielleicht sogar glauben.
Und dennoch, gemach, gemach: es hat keinen Sinn jetzt schon neue Namen irgendwelchen Vereinen zuzuordnen. Von Anfang bis Ende August wird es sicher immer noch Wärme-Gewitter geben, vor allem aber kommt spätestens dann diese neue Vereine-Wechsel-Grippe endgültig voll zum Ausbruch. Fünf Pflichtspiele im August- einmal im Pokal und viermal um Punkte und Prämien in der Bundesliga. Selbst dann wird es noch fliegende Wechsel der Seppetos, Ballaballas, Zwetschgas, Rippseries usw. geben. Allerdings nicht während der Spiele. Danach ist dann ab 1. September vorerst mal Wechsel-Pause und zwar bis zum Winter- wenigstens offiziell…
Zum Trost und zur Erbauung: es gibt einen Verein, von dem will bisher keiner weg: das ist der 1.FC Nürnberg. Hier harmoniert und stimmt momentan so gut wie alles und das ist für mich die entscheidende und gute Nachricht in diesen unbeständigen Zeiten.

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2 Antworten zu “WECHSEL-GRIPPE”

  1. Camillo sagt:

    So wortreich, eloquent und hintersinnig wie in diesem gelungenen Exemplar einer Kolumne hat das alljährliche Sommerloch-Theater bisher noch niemand beleuchtet..! 😉

  2. Ralf Bauer sagt:

    Genau!
    Herrlich. Weltklasse!

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