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Archiv für Juni 2008

EM Kolumne 2008 (6) zum Finale – UNGLAUBLICHES PASSIERT

Samstag, 28. Juni 2008

( erschienen jeweils in 10 deutschen Tageszeitungen )

Spanien oder Deutschland wird viel umjubelter Europameister 2008. Meine Kollegen von der BBC bzw. von TALKSPORT in Großbritannien werden sich am Montag ein letztes Mal amüsiert und ausführlich live mit mir über diese EM und speziell über unsere erfolgreiche deutsche Mannschaft unterhalten.
Über vieles aber werde ich auch lange nach dieser Europameisterschaft noch oft nachdenken…:
Am Mittwoch Abend verlasse ich in Wien zur Pause das Theater in der Josefstadt (gegeben wurde Ödön v.Horvaths „Der Jüngste Tag “…).
Noch 5 Minuten bis zum Anpfiff des Halbfinalspiels Deutschland gegen die Türkei. Ein böses Gewitter ist schon im Anrollen.
Doch die sonst so entschlussfreudige UEFA lässt eine Stunde später im hochtechnisierten 21. Jahrhundert europaweit einen Bild- und Tonausfall einfach geschehen. Im Sendezentrum Wien verpennt man es Notstromaggregate rechtzeitig einzuschalten. Unglaublich aber wahr!
Da kann mich eine andere wundersame UEFA-Leistung bzw. Meldung wenig überraschen:. im EM-Fußball 2008 gibt es offiziell keine Doping.
Nun gute Nachrichten: Vor allem, was die Print -Medien anbetrifft, war diese EM aus meiner Sicht eine gelungene Veranstaltung Es wurde intelligent, kreativ, informativ wie auch mutig in allen Blättern kommentiert!
Ohne hier all die Kistners, Kramers, Muths, Zorns, Hoeltzenbeins, Horenis, Pietsches, Smenteks, Wilds und BILDS (!),oder die von dpa und sid einzeln zu feiern, möchte ich Ihnen zum Abschluss wenigstens drei Zitate aus der internationalen Presse nicht vorenthalten:
Tobias Moorstedt in der SZ vom 21./22.6.:
„Die Berichterstattung vor allem der öffentlich-rechtlichen Sender von den Fanmeilen ist ein pornographisches Programm, das allein der Erregung des Publikums dient “ : “Anything you say, Chancellor”, verspricht im Guardian vom 21.6.08 Sebastian Schweinsteiger reumütig Angela Merkel.

EM KOLUMNE 2008 (5) aus WIEN – DICHTER am Ball…

Dienstag, 24. Juni 2008

( erschienen jeweils in 10 deutschen Tageszeitungen )

…sind sie nicht. Schon eher am Wort. Wenn aber die fußball- besessenen Lyriker, Romanciers und Dramatiker zweier Länder einer Sprache statt zum Laptop oder Stift zu Schienbeinschonern, Muskelöl und Fußball greifen, ist Alarm bei allen kopf gesteuerten Kickern angesagt: Österreich gegen Deutschland! Der wahre Titelkampf. wurde gestern in Wien im 10.Bezirk auf dem städtischen Sportplatz Eibesbrunnergasse 13 angepfiffen. Schließlich war wieder Montag. Doch Dichter sind einfallsreich. Es musste mehr herausspringen als ein schmuckloses 1:0-egal für wen.
Nicht Macho, Stranzl, Aufhauser und Ivanschitz gegen Lehmann, Lahm, Ballack u. Co. Nein, an diesem Montag: ging es um etwas, das dauerhaft zählt, nämlich:
Wer kann besser kicken, wer kann besser schreiben..? Ösis oder Piefkes? Erst die scharfen Flanken auf dem Platz, dann die überhöhten Gedanken im Theater.
Mit Versen auf den Lippen liefen für Deutschland strahlend ein :Albert Ostermaier, Wolfgang Maria Bauer („Siska“), Christoph Nußbaumeder, Moritz Rinke, Jochen Schmidt, Peter Döring u.a. Für Österreich grätschten, fintierten und zitierten Martin Amanshauser, Georg Bydlinski, Franzobel, Christian Nothegger, Thomas Schafferer. Anders als vor einer Woche im Praterstadion, jagte beim Kick der Dichter im 10.Bezirk ein Höhepunkt den anderen. Tore fielen wie reife Früchte und statt mit Kraftausdrücken sensible Schiedsrichterseelchen zu irritieren, wurde in ärgster Bedrängnis höchstens aus eigenen Werken zitiert. Das turbulente Gespräch mit dem Ball am Fuß endete nach 90 heißen Minuten vor 49 Intellektuellen.8:1 (3:0) für die deutschen Poeten.(Torschützen für Deutschland Schmider 3,Siska 2,Rinke 1,Siemens 1,Wagner 1).
Da jedoch die literarische Nachspielzeit im Burgtheater bei Redaktionsschluss immer noch andauerte, kann der endgültige Sieger nur erahnt werden- zumal sich ja über moderne Literatur ähnlich wie über modernen Fußball stundenlang trefflich streiten lässt. Daher gebe ich mit einem lauten „Tor für alle Dichter“ aus Wien zurück nach Deutschland.

EM Kolumne 2008 (4) – „A 100% iger Sitzer“

Donnerstag, 19. Juni 2008

( erschienen jeweils in 10 deutschen Tageszeitungen )

Ö3 live im Internet beim Spiel Österreich gegen Deutschland mit dem Reporter-Duo Adi Niederkorn und Edi Finger jun : ein Hör-Genuss, obwohl es nur Kurzeinblendungen waren. Edi oder Adi meinte mit dem „100%igen Sitzer“ die große Torchance durch Mario Gomez gleich am Anfang. Und Adi oder Edi darauf: “Da ham ma Massel ghabt“ Da wollte der deutsche (sic!) Ball halt noch nicht ins Netz der Österreicher. Aber ansonsten wollen immer mehr ins Netz, weltweit.
Längst leben wir in einer Zeit, in der man alle wichtigen Informationen aus dem weltweiten Netz holen kann. Am PC kann man bequem Radiosendungen (z.B. der BBC.) oder mitreißende EM-Radioreportagen live oder als podcast hören. Und zur neuen Bundesliga Saison 08/09 wird im Internet und nicht nur da mit „90elf“ gar das erste deutsche 24 Stunden –Fußballradio an den Start gehen.

Früher ging man in die Fußgängerzone und suchte sich Meinungen. Gab man diese dann irgendwo wider, musste man beim O-Ton-Spender vorher um die Erlaubnis gefragt haben. Im Internet kann heute jeder Meinungen absondern. Egal, ob tumb, ehrverletzend oder mitunter auch durchdacht. Meistens allerdings geschieht dies anonym und manches riecht verdammt danach, dass es mit unterschiedlichsten Absendernamen anonym und gleichzeitig sogar von zwei, drei zu kurz gekommenen Selbstdarstellern gesteuert wird.
Aber es gibt im Netz auch intelligente, witzige „Weblogs“ kurz „Blogs“ und Foren – sogar mit Namensnennung der Autoren, z.B. bei „11 FREUNDE“, „allesaussersport. de“ um nur einige wenige der Guten zu nennen. Sogar während aktueller EM-Spiele werden hier in „Echtzeit“ Meinungen ausgetauscht. Und das alles andere als zimperlich.
Genau darauf und auch auf eine anonyme Diskussion im Netz über die Reporter-Einteilung zum EM-Endspiel am 29. Juni wies dieser Tage die FAZ hin – neben der SZ für mich immerhin eine der Qualitäts-Zeitungen mit der renommiertesten Sport -und Medienredaktion.
Das wiederum verblüffte mich dann aber doch. So betrachtet ist das Internet schon jetzt mehr als nur ein “100%iger Sitzer“